Über mich

 

Geboren bin ich im Boomer-Jahr 1964 in Recklinghausen. Als ich vier Jahre alt war, zogen wir um ins Münsterland, wo ich bis zu meinem 19. Geburtstag blieb. Als Kind ist das Leben in einem verschlafenen 1.000-Seelen-Kaff traumhaft, aber mit dem Einsetzen meiner Sturm-und-Drang-Zeit vermisste ich Kino, Kneipen, Kultur – ach, einfach alles, was nicht nach Trecker-Diesel oder Misthaufen roch.

Nach dem Abi am St.-Antonius-Gymnasium in Lüdinghausen trieb es mich zum Studium nach Köln, wo ich wunderbare 25 Jahre erleben durfte – über das studentische Lotterleben breiten wir an dieser Stelle besser das Mäntelchen des Schweigens ... Während dieser Zeit verdiente ich meine Brötchen als Lagerhilfe im Reitsportgroßhandel (fünf Hufkratzer in eine Tüte, acht Stunden lang), mit Nachtdiensten in einer Wohneinrichtung für Drogenabhängige (unvergessen die Küchendienste, Kartoffeln schälen für dreißig Leute), als Schreibkraft für Versicherungen und Anwaltskanzleien, mit dem Import der ersten CD-Player von Japan nach Deutschland, als Kolumnenschreiberin für ein Boule-Magazin, Autorin von elf Reiseführern und mit der Vermietung von Filmkameras, 20.000-Watt-Scheinwerfern und Beleuchtern. Mein Lebenslauf ist ungefähr so lang wie mein linker Arm – viel Stoff für Geschichten ...

Mit dem Göttergatten und unseren vierbeinigen Mitbewohnern zog ich später ins beschauliche Velbert, in ein Häuschen am Waldrand irgendwo zwischen Wuppertal und Essen. Hier betreibe ich mein Schreibbüro „Schön-Schrift“ (auch im Hauptberuf kann ich nicht von den Tasten lassen) und denke mir in meiner Freizeit Geschichten aus, nicht nur mörderische.

Seit meiner Heirat trage ich den Bindestrich-Namen Andrea Schilken-Raulf, unter dem ich Kurzgeschichten in allen möglichen Genres veröffentliche.

Mein Alter Ego Henni Schulze Lütkens treibt sich mordend in meiner alten Heimat, dem Münsterland herum: Die „Westfälische Schlachtplatte“ ist mein erster Lüdinghausen-Krimi. Und vermutlich nicht der letzte.

Mit Begeisterung bin ich Mitglied beim „Mörderische Schwestern e. V.“ – in fachkundiger, weiblicher Gesellschaft mordet es sich gleich nochmal so gut.